Leitlinien der IGN

Leitlinien als PDF-Datei

25 Jahre IGN - Gründung, Erreichtes und Zukunft (PDF-Datei)

Statuten der IGN (PDF-Datei)

Ziele und Gründung der IGN
Die Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) fördert auf wissenschaftlicher Grundlage die tiergerechte Haltung, Zucht, Ernährung und Behandlung von Nutztieren. Durch ein breitgefächertes Fachwissen sollen langfristig tragende, nachhaltige Lösungen erarbeitet werden, die eine tiergerechte Tierhaltung ermöglichen. Die Berücksichtigung der artspezifischen Bedürfnisse von Nutztieren in der Praxis der Tierhaltung und in Regelungen zum Tierschutz soll gefördert werden. Die IGN setzt sich mit Nachdruck dafür ein.

Die IGN wurde im Jahre 1978 auf Anregung und mit Unterstützung von Herrn Dr. h.c. Felix Wankel von Schweizer und deutschen Wissenschaftern gegründet.

Tierhaltung und Tierschutz
Die IGN gibt auf nationaler und internationaler Ebene Anstoss für die Ausgestaltung von Gesetzgebungen und Regelungen, die eine tiergerechte Haltung und einen zeitgemässen, wissenschaftlich begründeten Tierschutz ermöglichen. Soweit solche Erlasse bereits bestehen, setzt sie sich für deren Durchsetzung ein.

Tierhaltung, Ethologie und Veterinärmedizin
Im Rahmen der Forschung können geeignete wissenschaftliche Ansätze verwendet  werden, in denen durch Verhaltensindikatoren, veterinärmedizinische und klinisch-physiologische Parameter auf ein vermindertes Wohlergehen bei Tieren geschlossen wird. Die IGN fördert Bestrebungen, die den ethologischen, physiologischen und klinischen Argumenten bei der Ausgestaltung und beim Vollzug von Tierschutzgesetzgebungen einen hohen Stellenwert zuzuordnen. Sie unterstützt sowohl die Grundlagenforschung als auch die angewandte Forschung.

Tierhaltung und Ökologie
Tierhaltung im landwirtschaftlichen Bereich soll auch die Aspekte der Nutztierökologie berücksichtigen. Tiergerechte Haltung, Fütterung und Pflege dürfen sich nicht unabhängig von umweltrelevanten Erfordernissen entwickeln. Die Entwicklung tiergerechter Haltungsformen soll mit einer ökologischen Umorientierung der Landwirtschaft einhergehen. Die IGN unterstützt diesbezügliche  Bestrebungen von Politik, Verbänden und Privaten.

Tierernährung und Tierzucht
Fütterungsformen, die den Bedürfnissen einer Tierart zuwiderlaufen, und Steigerungen der Produktionsleistung von Nutztieren durch tierzüchterische, biotechnische, gentechnische und damit verbundene Massnahmen ohne Berücksichtigung der Bedürfnisse der Tiere können zu Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, der Gesundheit, des Verhaltens und der Lebensdauer der Tiere führen. Die IGN tritt dafür ein, dass die Fütterung und die Zucht den artspezifischen Bedürfnissen der Tiere Rechnung tragen.

Mitglieder und Arbeitsweise der IGN
Die IGN setzt sich zusammen aus Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen, die sich mit der Nutztierhaltung auseinandersetzen, namentlich aus Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sowie Fachleuten der Ethologie, der Agrarwissenschaften, der Veterinärmedizin, der Ethik, der Philosophie, des Tierschutzes, der Rechtswissenschaft und der Behörden.

Die IGN informiert über Fragen tiergerechter Haltung von Nutztieren namentlich durch Tagungen,  Workshops, Publikationen, Stellungnahmen, ihre Homepage und das Informationsblatt "Nutztierhaltung". Das Informationsblatt enthält vor allem Kurzfassungen wissenschaftlicher Veröffentlichungen auf den verschiedenen Gebieten der Nutztierhaltung. Die IGN ist offen für die Zusammenarbeit mit Organisationen und Institutionen, zu deren Zielen die tiergerechte und ökologische Nutztierhaltung gehören.

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